Famigodi 20.10.02 Thema: Mt 22,15-21: Kaisers Steuer und Gottes Willen
Katechese: PRM
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Die Falle: was ist das? Was wollen die Pharisäer eigentlich: bezeichnen Jesu als einen der
immer die Wahrheit sagt, in Wirklichkeit den Weg Gottes geht, immer die
Wahrheit sagt / die Wahrheit ist! – Sie beschreiben die Gottes-Sohnschaft Jesu und wollen Jesus mit ihrer Frage in ein
Dilemma eine ausweglose Situation bringen: die Wahrheit ist kompromisslos; Ja
oder nein! Egal wie er antwortet, er schafft sich Feinde, denn: Ja bedeutet
– Verräter + Freund der Römer nein
bedeutet: Aufrührer, Freund der Terroristen –
Jesus aber ist keins von beiden!
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Was tut Jesus? Er
sagt: Zeigt mir die Münze, mit der ihr
eure Steuern zahlt! (Goldtaler zeigen) Er entlarvt: ihr zahlt doch bereits Steuer! mit
diesen Münzen – was fragt ihr noch? Wessen Bild ist auf der Münze? Der Kaiser-
der weltliche Herrscher. Wenn ich diesen Goldeuro anschaue, wird mir klar: Wer
im Staat lebt, muß Steuern zahlen – keine Frage (Schulen, Straßen...) An den
Verhältnissen dieser Welt wirst du in der Regel nicht viel ändern können.
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Aber eigentlich fragt
Jesus viel weiter, grundsätzlicher: Was ist /bedeutet Geld für euch? Münzen, Geld bedeutet Macht, Einfluß, Ansehen. Die
eigentliche Frage lautet: Welchen Platz hat Geld in deinem Denken und in deinem
Herzen? Jesus meint: Geld und Reichtum sind Dinge, um die es uns nicht zuerst
gehen soll, (aber leider viel zu oft geht).
Die
Münze des Lebens hat noch eine andere
Seite, die mit Gott zu tun hat. Jesus antwortet: gebt dem Kaiser, was dem
Kaiser gehört –
doch
die eigentlich viel wichtigere Antwort
gibt Jesus im Anschluß:
„Gebt Gott, was Gottes ist. “ Aha! - Verlangt Gott also auch Steuern? – keine Kirchensteuer! Aber es gibt diese zweite Seite der Lebens-Münze –
und
da ist Gottes Bild – sein Eben-Bild
drauf. Und die ist wichtiger!
Wo aber find ich Gottes
Ebenbild? In Mensch/Tier / Schöpfung, die
auf Gott verweist! Wenn das alles Gott gehört dann sollten wir mit dem Eigentum
Gottes gut umgehen, das heißt, die Menschen, Tiere, die ganze Schöpfung Gottes
achten und bewahren.
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Und noch ein Gedanke:
Wir alle sind von Gott gezeichnet mit der Taufe – sollen Jesu Ebenbild sein, leben, wie Jesus es wollte. Wir sollen Jesus immer ähnlicher, sein Ebenbild werden. Wir haben als getaufte Christen eine
Aufgabe: am Kommen des Reiches Gottes mitzuarbeiten.
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Ein Gebet will uns an Jesu Auftrag erinnern- es bringt diesen
Gedanken der Gottebenbildlichkeit sehr schön zum Ausdruck. Wir wollen es mit
euch beten und dazu Gesten und Bewegungen machen, die das Gebet
verdeutlichen...
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Gebet: Von Kopf bis Fuß bin ich Gottes Bild
... mit Gesten
Ich bin getauft! Kreuz auf die Stirn zeichnen
Von Kopf bis zum Fuß Kopf + Fuß andeuten
...
bin ich Gottes Ebenbild.
Vom Herzen bis in die Hände
spür ich Gottes Kraft.
Sprech ich mit dem Mund
folg ich Gottes Willen.
Wenn ich Gott erblick´
überall in Mutter, Vater,
in allen lieben Menschen
in Tier und Blume, in Baum und Stein
gibt Furcht mir nichts.
Nur Liebe zu allem, was um mich ist.